Heckenpflege

Fachgerechte Heckenpflege


Feldhecken sind in unserer Kulturlandschaft wertvolle Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten. Auch das Wild nutzt diese linearen Strukturen in der Landschaft gerne als Deckungs- und Nahrungsflächen. Feldhecken sind deshalb so wertvoll, weil sie die gleichen Funktionen wie ein Waldrand erfüllen. Diese „Übergangsbereiche“ zwischen Wald und Offenland sind deshalb so wertvoll, weil hier ein Mosaik an unterschiedlichen Strukturen entsteht. In den Säumen wachsen zahlreiche Kräuter und Gräser, sowie verschiedene Sträucher.

 

Damit die Strukturen einer Feldhecke erhalten bleiben, muss diese in regelmäßigen Abständen gepflegt werden. Hierbei kann man sich an deren Entstehung orientieren. Früher wurde das Holz aus den Feldhecken als Brennholz genutzt, sodass kaum Bäume oder höhere Gehölze aufkamen. Diese Nutzung gilt es bei der Heckenpflege zu imitieren. Wie der Grafik zu entnehmen ist, wird die Feldhecke abschnittsweise auf den Stock gesetzt, das heißt in einer Höhe von 30 cm -40 cm angesägt. Je nach Länge der Feldhecke sollte diese in mehrere Abschnitte unterteilt werden. Die Pflege der einzelnen Abschnitte sollte alle 5 – 8 Jahre erfolgen. Als Heckenbreite sind 3 – 5 Meter ausreichend, da es hauptsächlich auf die Randstrukturen ankommt.

 

Eine Feldhecke besteht allerdings nicht nur aus Gehölzen und Sträuchern. Wie bereits beschrieben, ist es wichtig, dass sich auf beiden Seiten der Hecke ein ca. zwei Meter breiter Saum entwickeln kann. Dieser kann einmal im Spätsommer gemäht werden (außerhalb der Brut- und Setzzeit! Achtung auf Junghasen!), sodass zum Winter hin wieder Deckung aufkommen kann.

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