Wald, Wasser, Feuerwehr - Lernort Natur

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Die Schorndorfer „Schlauchbande“ - dahinter verbergen sich die künftigen Brandbekämpfer der Schorndorfer Freiwilligen Feuerwehr - war dieses Jahr schon zweimal im Wald oberhalb des Schützenhauses von Weiler unterwegs:

Mitte April, im noch offenen und kahlen Wald, durchpirschten die von Jugendleiterin Gabriele Zelfl betreuten „Feuerwehr-Kids“ gemeinsam mit zwei erfahrenen „Jägersleuten“ (Christine Matzner, Hartmut Unger) das Gelände am Weilerbach. 

Mit großer Konzentration und gespannter Aufmerksamkeit gelang es den Kindern die nahezu perfekt ihrer Umgebung angepassten Wildtiere zu entdecken. Die anschließende „Streckenlegung“ der aufgespürten Tierpräparate fand dann am Lernort-Natur-Anhänger statt, wo es anschließend noch weitere Tiere zu bestaunen gab. 

Ende Mai, als die Feuerwehrkinder wieder kommen, hatte sich der zuvor leere Wald in ein nahezu blickdichtes Grün verwandelt.  Dieses Mal richtet sich die Aufmerksamkeit auf die frisch belebte Natur, auf alles was unter, über und rund um uns herum kreucht, fleucht, sprießt, singt, pfeift, summt und zwitschert. 

Schon nach wenigen Schritten krabbelt am Wegrand ein großer, metallisch grün-golden schimmernder Käfer. Mit aufmerksamem Blick hat die kleine Anna den extrem selten gewordenen Rosenkäfer, der hier im Totholz der Eichen die für ihn überlebensnotwendigen Lebensbedingungen vorfindet, entdeckt, und ihn möglicherweise vor dem Zertretenwerden gerettet!

Im Weitergehen erfahren die Kinder, dass der Wald – insbesondere der humusreiche Waldboden – auch die für Menschen, Tiere und Pflanzen wichtige Funktion eines CO2- und Wasserspeichers hat. Das hier im Wald schon vor langer Zeit gebaute Wasserreservoir veranschaulicht den Kindern wie wir diesen „Wasserschatz“ für uns z.B. zum Trinken, Gießen oder Feuerlöschen sichern können.

Dann entdeckt ein Kind seltsame Auswucherungen am Blatt einer Buche, die sich als „Gallen“ herausstellen. Gallen entstehen durch die Eiablage von bestimmten Insekten. An Eichenblättern entstandene Gallen wurden und werden bis heute zur Herstellung von besonders hochwertiger Schreibtinte verwendet.

Zwischendurch gibt’s zwei (auch für die alterfahrenen Feuerwehrleute) herausfordernde Aufgaben: In möglichst kurzer Zeit ein Vogelnest zu bauen und mittels eines „Klammer-Schnabels“ einzeln aus einer begrenzten Menge möglichst viele „Drahtwürmer“ fürs eigene Nest einzusammeln. 

Seitlich unsres Wegs - einer alten Rückegasse - galt es noch anhand einer „Duftfährte“ Beute zu machen. Nun waren feinste „Riechnasen“ gefordert! Jung und Alt versuchten den zuvor gesetzten Duftmarken zu folgen. Am Ziel wurde die erfolgreiche Suche mit einer „saftigen“ Überraschung belohnt!

Der Lohn am Etappenziel ist eine kurze Verschnaufpause und die Aussicht auf einen Hochsitz, den Jäger kürzlich zuvor errichtet haben.

Aus zeitlichen Gründen gings dann aber zügig weiter und auf gut ausgebauten Forstwegen zurück in Richtung Ausgangspunkt am Schützenhaus.

Die Aussicht auf ein kühlendes Wassernebelbad am Hydroschild beim Feuerwehrgerätehaus ließ die Kinder alle Anstrengung vergessen.

Zum Abschied werden die kleinen „Feuerwehr-Helden“ für ihr reges Interesse und ihr aktives Mitmachen mit einem kleinen Bestimmungs-Büchlein belohnt.